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Newtons Pendel Frauen in Führung Universität Witten/Herdecke
Medizin

Der Beruf

Die Medizin befasst sich mit der Gesundheit, Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Krankheiten. Zum Bereich der Medizin gehört neben der Humanmedizin auch die Veterinärmedizin (Tiermedizin). Die Zahnmedizin nimmt unter den ärztlichen Berufen eine Sonderstellung ein.

Zu den Aufgaben einer Ärztin bzw. eines Arztes gehören neben der Diagnose, Heilung und Linderung von Krankheiten auch Gesundheitsaufklärung und -beratung. Ebenso beschäftigen sich die MedizinerInnen mit der gesundheitlichen Prävention, Rehabilitation und mit Verwaltungsaufgaben.

Historisches

Die Möglichkeit, eine Lehre bei einem Wundarzt zu absolvieren, bestand bereits im 16. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert lehrte der Arzt Wilhelm Fabry Schüler die Anatomie, chirurgische Eingriffe und die Zubereitung von Arzneien. 1797 gründeten einige Ärzte und Apotheker das erste Medizinische Institut.

Studium

Für das Medizinstudium besteht eine bundesweite Zulassungsbeschränkung (NC), wobei die Universitäten bis zu 60 % ihrer Studierenden selbst auswählen können, unter anderem über den Medizinertest (sog. Auswahlverfahren der Hochschulen).

Die durchschnittliche Studiendauer an deutschen Universitäten betrug im Jahr 2003 12,9 Semester. Das Studium ist in zwei Abschnitte gegliedert - einen vorklinischen Teil und einen klinischen Teil. Im vorklinischen Ausbildungsabschnitt werden die natur- und sozialwissenschaftlichen Grundlagen der Medizin vermittelt. Zu den Fächern zählen neben Physik, Chemie, Biologie auch Anatomie, Physiologie und Biochemie. Der klinische Abschnitt umfasst Fächer wie Allgemeinmedizin, Chirurgie, Innere Medizin, Kinderheilkunde und Orthopädie und beinhaltet eine zusammenhängende praktische Ausbildung (Praktisches Jahr) von 48 Wochen. Der klinische Abschnitt schließt mit der ärztlichen Prüfung ab. Danach kann die staatliche Zulassung (Approbation) zur Berufsausübung als Arzt bzw. Ärztin beantragt werden.

Eine Doktorarbeit (Dissertation) ist in Deutschland innerhalb und nach Abschluss des Medizinstudiums nicht vorgeschrieben, wird jedoch von einem Großteil der Studenten absolviert.

Voraussetzungen

Das Medizinstudium ist durch die Approbationsordnung für Ärzte bundeseinheitlich geregelt. Zugangsvoraussetzung ist die Allgemeine Hochschulreife oder ein anrechenbarer Schul- oder Berufsausbildungsabschluss.

An einigen Hochschulen findet die Auswahl der Studenten auch im Rahmen des sog. Medizinertests statt. Der Medizinertest ist ein spezifischer Studierfähigkeitstest, der neben der Abiturnote die höchste Voraussagekraft für den Erfolg in medizinischen Studiengängen besitzt.

Studienkosten

An staatlichen Hochschulen beträgt die Studiengebühr pro Semester ca. 500 €, allerdings variieren die Kosten von Bundesland zu Bundesland. An der Universität Witten/Herdecke sind die Studiengebühren höher: Aktuell betragen sie 450 € pro Monat. Neben einer hohen Anzahl an Büchern und anderen Lehrmitteln, benötigen Studenten der Medizin eine kleine Ausstattung an medizinischen Geräten, welche selbst finanziert werden muss. Jedoch variieren die Kosten bzw. Ausleihmöglichkeit an den Universitäten stark.

Weiterbildung

Im Anschluß an die Approbation ist es für Assistenzärztinnen und - ärzte üblich, an einer Klinik zu arbeiten, um sich auf einem oder mehreren Spezialgebieten der Medizin weiterzubilden und evtl. nach fünf Jahren einen Facharzttitel zu erwerben, der die Voraussetzung für eine Niederlassung ist.

Niedergelassene MedizinerInnen arbeiten in freier Praxis, ggf. auch in einer Gemeinschaftspraxis. Es kann eine weitere Qualifizierung erfolgen z. B. durch Schwerpunktsetzung oder im Rahmen von fakultativen Fortbildungen. Außerdem ist es möglich, sich in bestimmten Bereichen der Medizin zu spezialisieren, wie z. B. in Homöopathie oder Allergologie.

Verdienst

Nach einer Umfrage liegt der durchschnittliche Nettoverdienst pro Monat im Westen etwa 3.600 bis 4.500 € und im Osten etwa 3.200 bis 4.000 €.

Links

www.medizinstudent.de (Das Portal für Medizinstudierende)

www.thieme.de (Webseite des Thieme Verlags, Informationsportal MedizinerInnen)

www.bundesaerztekammer.de (Bundesärztekammer)

Quellen: wikipedia , Jobatlas der Süddeutschen